Lyrik ~ Klinge
    Versuch einer Dichtung            

2 
 Juli 
 
2012

abgelegt in
Gedankenschau | Pantheismus

 

Es macht mich müde, in den verschiedensten Religionen für ein und den selben Sachverhalt unterschiedliche Sichtweisen und Zugangsmöglichkeiten gereicht zu bekommen.
Ein Beispiel:
Für die “Erlösung” des Menschen ist im Christentum Jesus Christus Garant, in der griechischen Mythologie Dionysos, bei den alten Römern Bacchus, usw.
Wie das Pendant in der nordischen Mythologie, bei den alten Ägyptern oder den Persern aussieht, weiß ich nicht und es stimmt mich auch nicht heiter, dass dort lediglich eine Gottheit mit anderem Namen benannt wurde, eingebettet in ähnliche, (leicht) modifizierte Legenden.

Sicherlich geht es primär bei all diesen Darstellungen nicht um historische Wahrheiten, sondern vorrangig um die theologische Aussagekraft gefasst in eine metaphorische und damit einprägsamen Bildersprache. Ähnlichkeiten in den Mythen sind keine “Abschreib”-Übungen, sondern geben lediglich Zeugnis für Überlappungen (Gemeinsamkeiten) des menschlichen Erfahrungsschatzes über den eigenen Kulturkreis hinweg.

Oh, wie strebe und sinne ich nach den Urformen, aus denen sich alle religösen Ausprägungen abgeleitet haben.
Mir verlangt es nach universellen Prinzipien, nach Archetypen, nach einem Generalschlüssel!
Ob ich ihn wohl finden werde?

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