Lyrik ~ Klinge
    Versuch einer Dichtung            

18 
 August 
 
2026

abgelegt in
Tage in Weimar

 

Venedig: Die Lagune im Dunst | Goethe-Nationalmuseum in Weimar

Doch alles schwindet,
alles auf dem Erdenkreise schwindet und mündet
kläglich ins weite Meer der Vergänglichkeit,
ist eingehüllt im Schleier der Unkenntlichkeit.

#weimar #nationalmuseum #goethe #venedig #trauer #dunst #nebel

 
 
23 
 Juni 
 
2026


 

Fausts letzte Worte: Monolog & Rezitation

Im Vorgefühl von solchem hohen Glück
Genieß‘ ich jetzt den höchsten Augenblick.

Hier geht es zum Long-Video:

#goethe #faust #letzteworte

 
 
8 
 Juni 
 
2026

abgelegt in
Tage in Weimar

 

Goethes Wohnhaus in Weimar: Goethe und Christiane

Verstandesbildung vs. Herzensbildung
Der Götter zweierlei Wohnstätte

Überarbeitung von „Orpheus und Eurydike“ (13/07/2011):

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CHRISTIANE
Lorbeerduftes Sängerhaupt,
wohl windet lieblich dir Apoll
in königskrönender Manier
grünzart schmückend den Siegeskranz.

GOETHE
Gleichfalls jedoch streut Flora
blühend mit liebender Hand
ins untadlig Gemüte dir
knospenquell erstand’ne Blumenzier.

Oh schöne Seele,
vom taugenährten Lippensaum
träuft dir liebwallend Göttertrank
als kristallner Perlenzauber.

CHRISTIANE
Musenentsandter,
Beseelter auf irdischem Kreise,
wie mundet köstlich mir dein Wonnetrunk,
die holden Worte süßer Traube,
weil Bacchus’ rege Winzerhand doch selbst
den Weinstock sorgend dir gepflanzt,
am Bergeshange des Olymp
in Ceres’ fruchtbarestem Schoße
sanft mit mütterlicher Acht gesenkt,
wo sein goldnes Füllhorn Helios
sich lichtesschwemmend weit ergießt
und reinster Himmelsäther wolkt.

GOETHE
Wo freie Wurzeln
sprossend mit Lustempfinden schlagen,
munter ins Erdreich tief sich wagen,
wo heit’res Purzeln
von scharigen Blütenpollen
entlegene Pfade erspüren wollen,
labt munter sich des Haines Wild
im gleisen Dämmertaugefild’
am schilfbewachs’nen Weiher.

Dort, oh Kind der süßen Triebe,
entschwebet deinem Lotusmund
als zarter Morgenschleier
der wahren Schönheit Nebeldunst.

CHRISTIANE
Drum, erhab’ne Denkerstirn,
verschmäh’ das Zartgemüte nicht,
dem du auf sphärischem Geleis
im Geistesfluge kühn entschwebst!

Gleichwie der Huf des Pegasus‘
des Dichters brausen Geisterguss
entfesselnd aus dem Fels entlässt
und sprenget das steinerne Mieder,
so rauscht in Artemis’ Garten
auch mir mein Wunderquell.

GOETHE
Fürwahr,
gemählich ziehen unser beider Ströme
durchs Paradies der selben Brust
und einen sich im Ozeane
weiter Schauenslust.

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MUSIK:
Wolfgang Amadeus Mozart
Divertimento, KV 125c

#weimar #goethehaus #christianevulpius #goethe #liebe

 
 
10 
 März 
 
2026


 

ECKERMANN
Breit’
deiner Strahlen Gefieder
weit aus
und entsende die güldene Flut
in den Flur der hohen Arkaden.

Manch einer sammelt
der Kindheit Helden als Plastikfigur,
auch hier in den Nischen der Wand
prangt in bronzenem Stolz
griechische Mythologie.

Gleichwohl mit heiterem Schein
steigt von der Treppe hinab
Herr Geheimrat von Goethe,
freundlich zum Gruße mir nun.

GOETHE
Seit meiner Fahrt nach Italien,
Schauplatz antiker Kultur,
gesellt sich zur inneren Freud’
sichtbar nun äußerer Glanz.

#weimar
#goethehaus
#goethe
#eckermann
#gespräch
#comic

 
 
20 
 Dezember 
 
2025

abgelegt in
Tage in Weimar

 

#goethe #weihnachtsgeschenk #august #puppentheater

Was der Erdkreis gebiert,
wird zeigt metaphorisch sich hier.

 
 
16 
 Dezember 
 
2025

abgelegt in
Tage in Weimar

 

#weimar #ilmpark #epigramm #goethe

Die ihr Felsen und Bäume bewohnt, o heilsame Nymphen,
Gebet jeglichem gern, was er im Stillen begehrt!
Schaffet dem Traurigen Trost, dem Zweifelhaften Belehrung,
Und dem Liebenden gönnt, dass ihm begegne sein Glück.
Denn euch gaben die Götter, was sie den Menschen versagten:
Jeglichem, der euch vertraut, tröstlich und hilfreich zu sein.

Johann Wolfgang von Goethe (1790)
Aufschrift auf einem Felsen
am parkseitigen Aufgang zum Römischen Haus