Lyrik ~ Klinge
    Versuch einer Dichtung            

27 
 Mai 
 
2016


 

Liebe Unterstützer,

nun seid IHR gefragt!
Carsten Spallek, der Hauptentscheidungsträger dieser Petition hüllt sich gegenüber der Petentin und EUCH in Schweigen.
Sämtliche Versuche, mit ihm in ein Gespräch zu kommen werden ignoriert. E Mails und Telefonate mit seinen Sekretärinnen werden rigoros missachtet!

Deshalb SEID IHR AM ZUG:
Teilt diese Neuigkeit via Twitter an @CarstenSpallek, schreibt ihm eine E Mail : baustadtrat@ba-mitte.berlin.de oder kontaktiert ihn via PN auf Facebook und lasst ihn wissen, dass ihr eine Stellungnahme zu unserem Begehren fordert!

Bitte bleibt hierbei objektiv und freundlich.

Eure Julia

Der Ton macht die Musik und ich weiß eben nicht, mit welcher Tonart die Petition bei Herrn Spallek angegangen wurde.

Vielleicht ist Herr Spallek Veganer und lässt sich von sogenannten tierliebenden Fleischessern nicht in seine Grünkern-Suppe spucken, vor allem nicht von der(un-)art tierliebenden Fleischessern, die trotz des weiterhin praktizierten tier- und vor allem menschenunwürdigen Kükenschredderns jene “Selektionspraxis” dadurch unterstützen, indem sie weiterhin ihre Geburtstagkuchen mit Eiern backen, obwohl es für das “Bindemittel Ei” unlängst sehr wohl Alternativen gibt?

Vielleicht kommt Herr Spallek als Veganer mit der Doppelmoral der Petitionssteller nicht klar und braucht Bedenkzeit?

Fragen über Fragen…

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3 
 Januar 
 
2016


 

Wie soll ich’s halten künftig?
Mir einen mächtigen Patron entdecken
Und als gemeines Schlinggewächs dem Schaft,
An dem ich aufwärts will, die Rinde lecken?
Durch List empor mich ranken, nicht durch Kraft?
Nein, niemals! Oder soll ich, wie so viele,
Ein Loblied singen auf gefüllte Taschen,
Soll eines Hofmanns Lächeln mir erhaschen,
Indem ich seinen Narren spiele?
Nein, niemals! Oder soll ich Kröten schlucken,
Auf allen vieren kriechen, gleich dem Vieh,
Durch Rutschen wund mir scheuern meine Knie,
Kreuzschmerzen leiden durch beständ’ges Ducken?
Nein, niemals! Soll ich einem Schäfchen gleichen,
Um selbst mir eins ins Trockene zu bringen?
Soll Honig streun, um Zucker einzustreichen?
Und unermüdlich Weihrauchfässer schwingen?
Niemals! Soll ich als lust’ger Zeitvertreiber
Nach großem Ruhm in kleinem Kreise spähn,
Damit sich von den Seufzern alter Weiber
Des Dichterschiffleins schlaffe Segel blähn?
Niemals! Für meine Verse dem Verleger,
Der sie mir druckt, bezahlen runde Summen?
Niemals! In der Verbrüderung der Dummen
Gefeiert werden als der Bannerträger?
Ein einziges Sonett wie ein Hausierer
Vorzeigen, statt noch andre zu verfassen?
Niemand talentvoll nennen als die Schmierer?
Vor jedem Literatenklatsch erblassen
Und eifrig forschen: Werd ich anerkannt?
Hat der und jener lobend mich genannt?
Niemals! Stets rechnen, stets Besorgnis zeigen,
Lieber Besuche machen als Gedichte,
Bittschriften schreiben, Hintertreppen steigen?
Nein, niemals, niemals, niemals! – Doch im Lichte
Der Freiheit schwärmen, durch die Wälder laufen,
Mit fester Stimme, klarem Falkenblick,
Den Schlapphut übermütig im Genick,
Und je nach Laune reimen oder raufen!
Nur singen, wenn Gesang im Herzen wohnt,
Nicht achtend Geld und Ruhm, mit flottem Schwunge
Arbeiten an der Reise nach dem Mond
Und insgeheim sich sagen: Lieber Junge,
Freu dich an Blumen, Früchten, selbst an Blättern,
Die du von deinem eignen Beet gepflückt!
Wenn dann vielleicht bescheidner Sieg dir glückt,
Dann mußt du nicht ihn teilen mit den Vettern;
Dann darfst du König sein in deinem Reiche,
Statt zu schmarotzen, und dein Schicksal sei,
Wenn du der Buche nachstehst und der Eiche,
Nicht hoch zu wachsen, aber schlank und frei.

aus: Cyrano de Bergerac

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