| 6 September 2016 |
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Sehr geehrter Herr Görner,
ich bin kein Freund unangemeldeten Besuchs, aber ich konnte beim letztwöchigen Aufenthalt in Weimar es mir nicht nehmen und kam nicht umhin, nebst dem Goethe- und Schillerhaus gleichfalls eine Blickschau auf die Unterkunft jenes Mannes zu nehmen, der mit seinen literarischen Vortragskünsten auf seinem Gebiet jenen „touristenlastigen“ Geistesgrößen in nichts nachsteht: Lutz Görner.
„Leben duftet nur die grüne Pflanze“ (Schiller) ist ein Zuruf, der an Sie ergeht, denn selbst klassische Hochliteratur welkt, wird sie nicht in kunstvoller, blütenreicher Vortragsmanier dem lauschenden Ohr des heutigen Rezipienten gereicht wird.
Mir wurde allerdings vermeldet, dass Sie schon seit Jahren von Weimar weggezogen seien, hoffentlich aber vielleicht nicht wie jener Johann Sebastian Bach, der ungeachtet seiner Kunst verbittert Weimar verließ.
Wie dem auch sei…
Mir zum Trost: So blieben und bleiben Sie für mich ein Mythos im Reich des Unerreichbaren und lausche weiterhin dankbar und andächtig Ihrer Lyrikreihe auf YouTube.Mit freundlichem Federschwung
Ralph Schumacher
| 11 August 2016 |
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- Schloss Tiefurt
- Speisezimmer
- Goethezimmer
- Küche
- Teesalon
- Mozart-Denkmal
- Schloss Tiefurt – Musentempel
| 9 August 2016 |
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Bezugnehmend auf den Außenbrunnen des Römischen Hauses unterhielt ich mich mit einem Gast aus Norddeutschland über eine mögliche Entstehung von Schillers Ausdruck „Morgentor des Schönen“ beim Sonnenaufgang an eben diesem Steinbogen und über die im Goethegarten als auch Tiefurter Schlossgarten präsenten, in Stein gegrabenen Epigramme, durchlautete mit diesem Gast die Metrik bekannter Elegien.
| 6 August 2016 |
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Abgesehen von zwei abgesetzten Anrufen („Lebenszeichen“) und formal gehaltenen Konversationen…
HavanaClub
„Die Heizung macht geräuschvoll auf sich aufmerksam, störe aber nicht weiter, weil ich nachts grundsätzlich eh Ohrenstöpsel nutze.“
Gaststätte „Alte Laterne“
„Gibt es ein Bananen-Weizen?“
„Ja, so einen Mist gibt es bei uns!“
„Bitte?“
„Ja, so einen Mist gibt es bei uns!“
„Dann hätte ich gerne von diesem Mist! … Das ist ein Kultgetränk der 1990er…“
„Ich würde gerne zahlen. Zwei von diesen allerköstlichsten Bananenweizen!“
Goethe-Haus
„Einmal bitte „Erwachsen“ für das Kind im Manne!“
[später] „Mein Herz ist voll, aber der Akku [des Audioguides] ist leer!“
„Wo geht es hier zu Goethes Reisemantel?“
[später, bei fehlendem Wissen hinsichtlich der Audio-Guide-Nutzung] „Leider lies mich auch Goethes Reisemantel im Regen stehen“
Köstritzer Schwarzbierhaus
„Nein, ich brauche keine Speisekarte! Meine Bestellung ist einfach strukturiert: ein Bananen-Weizen und eine Portion Pommes mit Ketchup, bitte!“ (PoKeMon (Pommes Ketchup mit Monninger Bier (oder auch eine andere Biersorte)) habe ich mir erspart.)
…fiel es mir heute erst auf, dass ich seit Dienstag keine redliche Unterhaltung im eigentlichen Sinne mit Menschen führte.
Vielleicht lag es an der dialogischen Auseinandersetzung mit den abervielen, gedankenvollen Museumsbesuchen und den daran anknüpfenden inneren Monologen (wieso z.B. Goethe die geräuschverursachende Feder mied und lieber einen schreibflusskontinuierlichen Bleistift nutzte oder eines Schreibers oder gar mehrerer Schreiber sich bediente)?
Oder am theatralisch impressiven Hörbuch „Iphigenie auf Tauris„?
Oder gar am Hörbuch „Die Leiden des jungen Werther„, heute im Park an der Ulm spazierend und am Brunnen an der Rückseite des Römischen Hauses verweilend gehört?
Meine sonst so aufgescheuchten Gedankenwogen sind stille wie die spiegelglatte See…
| 5 August 2016 |
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Obiges und folgende Bilder entstammen der Anna Amalia Bibliothek:
- Historisches Gebäude der Herzogin Anna Amalia Bibliothek
- Rokokosaal – Parkseitiger Gang mit Blick auf die Schillerbüste – 1805-10 von Johann Heinrich Dannecker
- Bücherregal im Rokokosaal
- Herzogin Anna Amalia Bibliothek – Parkseite
- Kaunos und Biblis – von Martin Gottlieb Klauer 1780
- Lebensuhr des Herzogs Wilhelm Ernst (1706)
- Rokokosaal
- Rokokosaal
- Rokokosaal während der Restaurierung
- Rokokosaal mit Blick durch das Deckenauge auf die illusionistische Malerei
- Sonderlesesaal


































































