| 31 Dezember 2018 |
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Das Standbild der Athena Promachos, der „in vorderster Linie Kämpfenden“, war eine kolossale Bronzestatue aus der Hand des Bildhauers Phidias. Sie stand zwischen dem Eingang zur Athener Akropolis, den Propyläen, und dem Erechtheion und somit links des Prozessionswegs zum Parthenon. Athena war die Schutzgöttin Athens, mehrere ihrer Standbilder befanden sich auf der Akropolis, unter anderem zwei weitere Werke des Phidias: die Athena Parthenos im Parthenon und die Athena Lemnia. Der Name Athena Promachos ist zum ersten Mal im 4. Jahrhundert n. Chr. belegt. Noch Pausanias nannte sie schlicht die große Athena aus Bronze auf der Akropolis.
Quelle: WikiPedia
Die Einkommensteuer-Erklärung
Ehrliches Dankwort entsend‘ ich Martina, der Kriegsherrin auf dem
Schlachtfeld der Bürokratie, [das] bisher mir Sumpf nur und Not [1]beziehend auf „Schlachfeld der Bürokratie“ nicht auf Martina!
Ihr Regiment führte Heere von Zahlen aus Gräben des dumpfen
Daseins verstaubten Archivs herrlich hinauf zu den Höh’n
sonniger Zukunft: versilberte Freuden auf blankem Papier! Und
wofür ich Tage gebraucht, hilft nun ihr dienend‘ Programm! [2]
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Antonio Vivaldi [3]Die 4 Jahreszeiten – Der Winter
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Fußnoten
| 31 Mai 2018 |
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| DICHTUNG | Erich Kästner | |
| LESUNG | Hermann Lause | |
| BILDER | Christian Schad | |
| BEREITSTELLUNG | wortlover |
– Fassung für Kleinmütige –
Niemand weiß wie reich du bist…
Freilich mein ich keine Wertpapiere,
keine Villen, Autos und Klaviere
und was sonst sehr teuer ist,
wenn ich hier von Reichtum referiere.
Nicht den Reichtum, den man sieht
und versteuert, will ich jetzt empfehlen.
Es gibt Werte, die kann keiner zählen,
selbst wenn er die Wurzel zieht.
Und kein Dieb kann diesen Reichtum stehlen.
Die Geduld ist so ein Schatz,
oder der Humor und auch die Güte
und das ganze übrige Gemüte.
Denn im Herzen ist viel Platz,
und es ist wie eine Wundertüte.
Arm ist nur, wer ganz vergißt,
welchen Reichtum das Gefühl verspricht.
Keiner blickt dir hinter das Gesicht.
Keiner weiß wie reich du bist…
(Und du weißt es manchmal selber nicht.)
| 28 April 2018 |
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| DICHTUNG | Hermann Hesse | |
| LESUNG | Hermann Hesse | |
| BEREITSTELLUNG | wortlover |
Daß das Schöne und Berückende
Nur ein Hauch und Schauer sei,
Daß das Köstliche, Entzückende,
Holde ohne Dauer sei:
Wolke, Blume, Seifenblase,
Feuerwerk und Kinderlachen,
Männerblick im Spiegelglase
Und viel andre wunderbare Sachen,
Daß sie, kaum entdeckt, vergehen,
Nur von Augenblickes Dauer,
Nur ein Duft und Windeswehen,
Ach, wir wissen es mit Trauer.
Und das Dauerhafte, Starre
Ist uns nicht so innig teuer:
Edelstein mit kühlem Feuer,
Glänzendschwere Goldesbarre;
Selbst die Sterne, nicht zu zählen,
Bleiben fern und fremd, sie gleichen
Uns Vergänglichen nicht, erreichen
Nicht das Innerste der Seelen.
Nein, es scheint das innigst Schöne,
Liebenswerte dem Verderben
Zugeneigt, stets nah am Sterben,
Und das Köstlichste: die Töne
Der Musik, die im Entstehen
Schon enteilen, schon vergehen,
Sind nur Wehen, Strömen, Jagen
Und umweht von leiser Trauer,
Denn auch nicht auf Herzschlags Dauer
Lassen sie sich halten, bannen;
Ton um Ton, kaum angeschlagen,
Schwindet schon und rinnt von dannen.
So ist unser Herz dem Flüchtigen,
Ist dem Fließenden, dem Leben
Treu und brüderlich ergeben,
Nicht dem Festen, Dauertüchtigen.
Bald ermüdet uns das Bleibende,
Fels und Sternwelt und Juwelen,
Uns in ewigem Wandel treibende
Wind- und Seifenblasenseelen,
Zeitvermählte, Dauerlose,
Denen Tau am Blatt der Rose,
Denen eines Vogels Werben.
Eines Wolkenspielers Sterben,
Schneegeflimmer, Regenbogen,
Falter, schon hinweggeflogen,
Denen eines Lachens Läuten,
Das uns im Vorübergehen
Kaum gestreift, ein Fest bedeuten
Oder wehtun kann. Wir lieben,
Was uns gleich ist, und verstehen,
Was der Wind in Sand geschrieben.
| 6 April 2018 |
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| SÄNGERIN | Sarah Lesch |
Testament
Auch du warst mal ein Kind
und auch ich war mal klein und auch uns haben sie was erzählt
und dann macht man das alles und versucht so zu sein,
und dann merkt man, dass einem was fehlt.
Und dann verlernt man sich richtig zu spür’n und man flüchtet sich in Kunst oder Konsum, und.
während jeder vielleicht sich Pläne macht, lachen die Götter sich krumm.
Lasst eure Kinder mal was dazu sagen,
hört Ihnen richtig zu.
Die spür’n sich noch, die haben Feeling für die Welt
die sind klüger als ich und du.
Und denkt dran, bevor ihr antwortet, ihr seid auch bloß verletzte Kinder
Am Ende gibts wieder ganz neue Symptome
und ihr wart die Erfinder.
Und dann sagt ihnen wieder wie es richtig geht:
“ Werd‘ Erwachsen!“ und „bist du naiv!“
Predigt Formeln, lasst alles in Hefte schreiben,
die Götter lachen sich schief
Achtet auf Schönschrift und Lerhpläne und, dass sie die Bleistifte spitzen.
zeigt ihnen Bilder von Eichenblättern
während sie drinnen an Tischen sitzen.
und dann ackern und büffeln und wieder auskotzen
und am Nachmittag RTL2,
Am Wochende geht’s was schönes kaufen, fertig ist der Einheitsbrei. Und.
jeder, der sich nicht anpasst, wird zum Problemkind erklärt, und.
jeder die zu lebhaft ist, kriegt ’ne Pille, damit sie nicht stört
Und damit betrügt ihr euch selber, denn
kein Kind ist ein Problem.
Und all‘ die Freigeister, all die Schulschwänzer, nur Symptomträger im System
Doch bedenkt, wenn ihr so hart urteilt,
ihr seid auch bloß gefangene Geister.
Der Unmut wird immer lauter und die Lehrer schreien sich heiser.
Empört durch das Hänsschen nicht ist, was er sein soll
sondern nur, wer er nunmal ist.
Die Götter pullern sich ein vor Lachen
und ihr denkt, dass ihr was wisst.
Und wenn Hänschen ein Hans, der eigene Kinder hat,
denen er was erzählt, dann merkt Hans und Kunz und ihr vielleicht auch,
dass wieder irgendwas fehlt.
Ihr habt Wünsche und Träume und rennt damit ständig
an imaginäre Wände, und.
Jeder Wunsch, den ihr euch erfüllt, der ist dann halt auch zu Ende.
geht ihr nochmal hoch, erfundene Zahlen
und wartet bis die Burn-outs kommen.
Schmeißt euer Geld für Plastik raus, um ein kleines Glück zu bekommen.
Das beste aus Cerealien und Milch, noch’n Carpboard und noch ein Kredit, und.
alle finden’s Scheiße, aber
alle machen sie mit!
Alle finden’s scheiße,
aber alle machen sie mit.
Ihr klugscheißert und kauft trotzdem und die Werbung verkauft euch für dumm
und dann sitzt ihr vor euern Flachbildfernsehern
und meckert auf den Kosum.
Wenn ihr das Welt nennt, bin ich gern‘ Weltfremd!
Die Götter lachen sich krumm.
Wenn ihr das Welt nennt, bin ich gern‘ Weltfremd!
Die Götter lachen sich krumm…
Ihr Traumverkäufer, Symptomdesigner,
merkt ihr noch was passiert?
Wer hat euch das Land und das Wasser geschenkt,
dass ihr jetzt privatisiert?
Ihr Heuchler, ihr Lügner, ihr Rattenfänger, ihr Wertpapierverkäufer
wer hat euch Geist und Gefühl gegeben
und doch seid ihr nur Mitläufer.
Ihr großen, vernarbten, hilflosen Riesen, ihr wart doch auch mal klein.
Und jemand hat euch mit schweigen gestraft
und ließ euch damit allein.
Und jetzt hört ihr icht nur die Götter nicht lachen,
ihr hört auch die Kinder nicht weinen.
und sagt Ihnen weiter, es würde nicht weh tun, ohne es so zu meinen
Macht ihr ruhig Pläne, ich steh am Rand, ich seh euch
und ich bin nicht allein.‘
Hinter mir stehen mehr und mehr Weltfremde,
die passen auch nicht hinein.
und jetzt wartet nicht auf ein versöhnliches Ende
den Gefallen tu ich euch nicht.
Kein Augenzwinkern, keine milde Pointe,
die das Unwohlsein wieder bricht.
Irgendwann werden die Götter nicht mehr lachen,
und falls es mich dann nicht mehr gibt,
hinterlass‘ ich ein Kind, dass sich selbst gehört
Und dies‘ unhandliche Lied.
| 30 Dezember 2016 |
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Das Standbild der Athena Promachos, der „in vorderster Linie Kämpfenden“, war eine kolossale Bronzestatue aus der Hand des Bildhauers Phidias. Sie stand zwischen dem Eingang zur Athener Akropolis, den Propyläen, und dem Erechtheion und somit links des Prozessionswegs zum Parthenon. Athena war die Schutzgöttin Athens, mehrere ihrer Standbilder befanden sich auf der Akropolis, unter anderem zwei weitere Werke des Phidias: die Athena Parthenos im Parthenon und die Athena Lemnia. Der Name Athena Promachos ist zum ersten Mal im 4. Jahrhundert n. Chr. belegt. Noch Pausanias nannte sie schlicht die große Athena aus Bronze auf der Akropolis.
Quelle: WikiPedia
Die Einkommensteuer-Erklärung
Ehrliches Dankwort entsend‘ ich Martina, der Kriegsherrin auf dem
Schlachtfeld der Bürokratie, [das] bisher mir Sumpf nur und Not [1]beziehend auf „Schlachfeld der Bürokratie“ nicht auf Martina!
Ihr Regiment führte Heere von Zahlen aus Gräben des dumpfen
Daseins verstaubten Archivs herrlich hinauf zu den Höh’n
sonniger Zukunft: versilberte Freuden auf blankem Papier! Und
wofür ich Tage gebraucht, hilft nun ihr dienend‘ Programm! [2]
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Antonio Vivaldi [3]Die 4 Jahreszeiten – Der Winter
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Fußnoten
| 30 August 2016 |
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Schon seit einiger Zeit habe ich im Back-End meines Blogs sämtliche Plugins (Apps) deaktiviert, die mir Einsicht in den Besucherstrom meiner Internetseite gewährt hatten, z.B. Herkunftsland des Besuchers, Aufruf bestimmter (Goethe-)Seiten, Suchbegriffe, …
So soll es auch bleiben.
Denn mehr und mehr wurde mir dieses nichtssagende, unreflektive „tote Datenmaterial“ zu einem leblosen Bitmuster noch lebloseren Zahlenknäuels, durchaus für das Auge [1]magic eye in einer freudigen Balkengrafik anschaulich stilisiert, aber im Grunde doch zum blanken, isolierten Byte erstorben, wie Reihengräber angelegt auf eines stillen Servers Friedhofstätte.
Es fehlten mir die Pointer, die assoziativen Datenfelder zum eigentlichen menschlichen Antlitz, zum Wesen(tlichen).
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Einstimmen darf ich nun in Paul Gerhardts Abendlied und mich aufs eigentliche Schreiben wiederum besinnen:
Nun ruhen alle Wälder [2]Binärbäume für Suchprozesse,
Vieh, Menschen, Städt’ und Felder [3]endlose Datenfelder,
es schläft die ganze Welt [4]geräuschloser Server;ihr aber, meine Sinnen,
auf, auf, ihr sollt beginnen,
was eurem Schöpfer wohlgefällt [5]eigentlicher Schreibprozess.
Fußnoten





























