Lyrik ~ Klinge
    Versuch einer Dichtung            

9 
 April 
 
2017

abgelegt in
Die Stoa | Philosophie

 

 

Der Mensch als Gefäß der Erkenntnis

Sprecher: Axel Grube [1]Die Stoa

  • Zwei Dinge, die kostbarsten, die es gibt, begleiten uns: die allen gemeinsame Welt und die eigene Geisteskraft.
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  • Das Beste, das der Mensch besitzt, ist dem menschlichen Zugriff entzogen. Es kann weder gegeben noch genommen werden.
    Dieser Kosmos, das Größte und Schönste, das die Natur hervorgebracht hat sowie unser Geist, der Betrachter und Bewunderer des Kosmos und dessen herrlichster Teil, sind uns zu eigen gegeben, gehören uns immer und verbleiben so lange wie wir selbst hier verbleiben.
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  • Je sicherer der Mensch in sich und je gesammelter in seinem besten Leben er ist und je leichter er sich aus untergeordneten Stimmungen in die eigentliche wieder zurück schwingt, um so heller und umfassender muss auch sein Auge sein.
    Herz haben wird er für alles, was ihm leicht und schwer und groß und lieb ist.
  •  

  • Was lebt, ist unvertilgbar, bleibt in seiner tiefsten Knechtsform frei, bleibt eins – und wenn du es scheidest bis auf den Grund – bleibt unverwundet – und wenn du bis ins Mark es zerschlägst – und sein Wesen entfliegt dir siegend unter den Händen.
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  • Diejenigen haben Muse, die ihre Zeit der Philosophie widmen, die allein leben.
    Sie machen nicht nur von ihrer eigenen Lebenszeit richtig Gebrauch, sie fügen die ganze Ewigkeit hinzu.
    Alle die Jahre, die vergangen sind, bevor sie zur Welt kamen, gehören ihnen.
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  • Wenn wir nicht ganz undankbar sein wollen, dann sind die berühmten Stifter heiliger Lehren für uns geboren.
    Sie haben unserem Leben den Weg bereitet. Wir werden durch fremde Mühe zu den schönsten Dingen geleitet, die aus dem Dunkel ans Licht geholt wurden.

Fußnoten   [ + ]

 
 
24 
 Februar 
 
2017

abgelegt in
Buchen | Hesse, Hermann

 

Brief des 15-Jährigen Hesse an die Eltern

Ich distanziere mich – auch in Bezug auf meine berufliche Ausübung – vom Satz: „Ich habe von der Natur garnicht das Recht, unter Schwachsinnigen und Epileptischen zu leben!“

 
 
29 
 Mai 
 
2011

abgelegt in
Reimgedichte
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Die Zeit, sie eilet,
der Kummer verweilet,
im Herzen mir.

Des Freundes Mund schweiget,
die Antwort verbleibet,
ich fast die Hoffnung nun verlier‘.

Die Feder laß‘ schwingen,
den Briefe gelingen,
ein linder Rat durchdrungen,
sonst könnt‘ der Tod mich gar verschlingen.

[30.11.93]