| 6 Oktober 2026 | |
Text: 100% von mir
Musikalische Umsetzung: 100% von Suno
Hier geht es zum ganzen Gedicht:
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Was birgt der Genien Geisterreich,
was wirkt der Parzen Fingerstreich
am sausend Webgestühl der Schicksalsgöttin Tyche?
Was bürgt des Zwirnes wirrer Lebensfaden?
Was hält Apollons Saitenspiel,
die heitern und oft klagen Lieder,
mir nun auf dumpfer Leier wohl bereit?
In all dem brausend Weltgewühl,
wo finde tröstend ich mich ein,
an deiner treuen Seit‘
Gefährtin Einsamkeit nun wieder?
Es rauscht im stillen Hain
auf dunklen Herzenspfaden
der zagen Zweifel Nachtesschwinge.
Es lauscht vergeblich Hoffen für und für
dem wehen Ruf aus trauter Ferne,
der hoffnungsfroh an mich erginge.
Und über mir
Selenes mond’nes Haupt,
wo stumm ihr silbern‘ Sichelmund
im wolken Feierkleide weilt.
Nur ihrer Augensterne Lied-Choral
tönt lächelnd mild
mir schimmertrunken nieder
und träuft in meines Antlitz‘ Nachtesweiher
auf’s dämmerschweigende Gefild.
Vom gleisen Niedergange Lichterquelle
himmlisch Lauten
schäumt meiner flauten Wange flüsternd Welle
und träumt im leisen Wogenklange
enthoben nun von nied’rer Qual.
#weimar #marktplatz #nacht #vollmond #silberklang #einsamkeit
| 5 Oktober 2026 | |
Text: 100% von mir
Musikalische Umsetzung: 100% von Suno
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Was birgt der Genien Geisterreich,
was wirkt der Parzen Fingerstreich
am sausend Webgestühl der Schicksalsgöttin Tyche?
Was bürgt des Zwirnes wirrer Lebensfaden?
Was hält Apollons Saitenspiel,
die heitern und oft klagen Lieder,
mir nun auf dumpfer Leier wohl bereit?
In all dem brausend Weltgewühl,
wo finde tröstend ich mich ein,
an deiner treuen Seit‘
Gefährtin Einsamkeit nun wieder?
Es rauscht im stillen Hain
auf dunklen Herzenspfaden
der zagen Zweifel Nachtesschwinge.
Es lauscht vergeblich Hoffen für und für
dem wehen Ruf aus trauter Ferne,
der hoffnungsfroh an mich erginge.
Und über mir
Selenes mond’nes Haupt,
wo stumm ihr silbern‘ Sichelmund
im wolken Feierkleide weilt.
Nur ihrer Augensterne Lied-Choral
tönt lächelnd mild
mir schimmertrunken nieder
und träuft in meines Antlitz‘ Nachtesweiher
auf’s dämmerschweigende Gefild.
Vom gleisen Niedergange Lichterquelle
himmlisch Lauten
schäumt meiner flauten Wange flüsternd Welle
und träumt im leisen Wogenklange
enthoben nun von nied’rer Qual.
#weimar #marktplatz #nacht #vollmond #silberklang
| 30 Januar 2026 | |
Winterreise
– Einsamkeit –
Wie eine trübe Wolke durch heitre Lüfte geht,
wann in der Tanne Wipfel ein mattes Lüftchen weht:
So zieh‘ ich meine Straße dahin mit trägem Fuß
durch helles, frohes Leben einsam und ohne Gruß.
Ach, daß die Luft so ruhig! Ach, daß die Welt so licht!
Als noch die Stürme tobten, war ich so elend nicht.
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Autor: Wilhelm Müller
Komponist: Franz Schubert
Tenor: Peter Anders
Klavier: Michael Raucheisen
historische Aufnahme von 1945
Download:
https://archive.org/details/PeterAndersWinterreiseD911Schubert1945_201802
#Winterreise #Schubert #Einsamkeit #PeterAnders #MichaelRaucheisen #TenorPeterAnders #MichaelRaucheisenKlavier #FranzSchubert #WilhelmMüller #Kunstlied #HistoricalRecording #Aufnahme1945 #KlassischeMusik #GermanLieder #Melancholie #Romantik #Liedgesang #Archivaufnahme
| 27 Januar 2026 | |
Winterreise
– Der Wegweiser –
Was vermeid‘ ich denn die Wege,
Wo die ander’n Wand’rer geh’n,
Suche mir versteckte Stege,
Durch verschneite Felsenhöh’n ?
Habe ja doch nichts begangen,
Daß ich Menschen sollte scheu’n, –
Welch ein törichtes Verlangen
Treibt mich in die Wüstenei’n ?
Weiser stehen auf den Straßen,
Weisen auf die Städte zu.
Und ich wandre sonder Maßen
Ohne Ruh‘ und suche Ruh‘.
Einen Weiser seh‘ ich stehen
Unverrückt vor meinem Blick;
Eine Straße muß ich gehen,
Die noch keiner ging zurück.
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Autor: Wilhelm Müller
Komponist: Franz Schubert
Tenor: Peter Anders
Klavier: Michael Raucheisen
Aufnahme von 1945
Download:
https://archive.org/details/PeterAndersWinterreiseD911Schubert1945_201802
| 11 Januar 2026 | |
#Winterreise #Schubert #WilhelmMüller #Kunstlied #DieKrähe #KlassischeMusik #Liedkunst #Lyrik #FranzSchubert #GedichtVertonung
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Gute Nacht
1.
Fremd bin ich eingezogen,
Fremd zieh’ ich wieder aus.
Der Mai war mir gewogen
Mit manchem Blumenstrauß.
Das Mädchen sprach von Liebe,
Die Mutter gar von Eh’ –
Nun ist die Welt so trübe,
Der Weg gehüllt in Schnee.
2.
Ich kann zu meiner Reisen
Nicht wählen mit der Zeit:
Muß selbst den Weg mir weisen
In dieser Dunkelheit.
Es zieht ein Mondenschatten
Als mein Gefährte mit,
Und auf den weißen Matten
Such’ ich des Wildes Tritt.
3.
Was soll ich länger weilen,
Dass man mich trieb’ hinaus?
Laß irre Hunde heulen
Vor ihres Herren Haus!
Die Liebe liebt das Wandern,
Gott hat sie so gemacht –
Von einem zu dem andern –
Fein Liebchen, gute Nacht.
4.
Will dich im Traum nicht stören,
Wär’ schad’ um deine Ruh’,
Sollst meinen Tritt nicht hören –
Sacht, sacht die Türe zu!
Schreib’ im Vorübergehen
An’s Tor dir gute Nacht,
Damit du mögest sehen,
An dich hab’ ich gedacht.
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Download:
https://archive.org/details/gute-nacht-holzmair
Autor: Wilhelm Müller
Komponist: Franz Schubert
Bariton: Wolfgang Holzmair
Klavier: Imogen Cooper
Aufnahme: Großer Saal im Mozarteum, Salzburg, November 1994












