| 31 Mai 2026 |
|
Die güldne Sonne voll Freud und Wonne“ von Paul Gerhardt
EG 1-3
Der heutige Gemeindegesang in der Herderkirche Weimar
Text: Paul Gerhardt (1607-1676)
Melodie: Johann Georg Ebeling (1637-1676)
Hier geht es zum Download des kompletten Liedes:
https://www.sermon-online.com/de/contents/15684
————————-
Liedtext – Auszug (Strophe 1-3)
1.
Die güldne Sonne voll Freud und Wonne / bringt unsern Grenzen mit ihrem
Glänzen ein herzerquickendes, liebliches Licht. Mein Haupt und Glieder, die lagen
darnieder; aber nun steh ich, bin munter und fröhlich, schaue den Himmel mit
meinem Gesicht.
2. Mein Auge schauet, was Gott gebauet / zu seinen Ehren und uns zu lehren, wie
sein Vermögen sei mächtig und groß / und wo die Frommen / dann sollen
hinkommen, wann sie mit Frieden / von hinnen geschieden aus dieser Erden
vergänglichem Schoß.
3. Lasset uns singen, dem Schöpfer bringen / Güter und Gaben; was wir nur haben,
alles sei Gotte zum Opfer gesetzt! Die besten Güter / sind unsre Gemüter;
dankbare Lieder / sind Weihrauch und Widder, an welchen er sich am meisten ergötzt.
#PaulGerhardt #HerderkircheWeimar #EvangelischesGesangbuch #Kirchenlied #Gemeindegesang #Weimar #DieGüldneSonne #Kirchenmusik
| 27 April 2019 |
|
Das ist die Sehnsucht: wohnen im Gewoge
und keine Heimat haben in der Zeit.
Und das sind Wünsche: leise Dialoge
täglicher Stunden mit der Ewigkeit.Rainer Maria Rilke [2]aus: „Das ist die Sehnsucht“
Silberklang
Was birgt
der Genien Geisterreich?
Was wirkt
der Parzen [3]Gemeint ist insbesondere die Schicksalsgöttin Klotho,
die den Lebensfaden spinnt. Fingerstreich [4]Schicksalsstreich
am sausend Webgestühl
der Schicksalsgöttin Tyche?
Was bürgt
des Zwirnes wirrer Lebensfaden?
Was hält
Apollons [5]Gott der Dichtkunst und des Gesanges Saitenspiel,
die heit’ren und oft klagen Lieder, [6]die munt’ren und auf traur’gen Lieder
mir nun auf dumpfer Leier [7]auf missgestimmter Leier
wohl bereit?
* * *
In all dem brausend Weltgewühl,
wo finde tröstend ich mich ein?
An deiner treuen Seit‘,
Gefährtin Einsamkeit,
nun wieder?
* * *
Es rauscht
im stillern Hain [8][…], trostentlaubt
auf dunklen Herzenspfaden
der zagen Zweifel Nachtesschwinge. [9]der Zweifel zagen Nachtesschwinge
Es lauscht
vergeblich Hoffen,
für und für,
dem wehen Ruf aus trauter Ferne,
der hoffnungsfroh [10]windeseil an mich erginge… [11]die lebensmatte Brust durchpfeilt
* * *
Und über mir
Selenes mondnes Haupt,
wo stumm der silbern Sichelmund
im wolken Feierkleide weilt. [12]im wolken Feierkleid verweilt
Nur ihrer Augensterne Liedchoral,
tönt lächelnd mild
mir schimmertrunken [13]tönetrunken nieder,
und träuft [14]träumt in meines Anlitz‘ Nachtesweiher
aufs dämmerschweigende Gefild.
Vom gleisen Niedergange
lichter Quelle himmlisch Lauten,
schäumt meiner flauten Wange
die flüsternd Welle
und träumt im leisen Wogenklange, [15]Wogengange
enthoben [16]erlöset / zerstoben nun der nied’ren Qual nun von nied’rer Qual.
→ Pygmalions Werkstatt
Fußnoten
| 1 Juni 2012 |
|

| Fotomontage | Laurazeitlos | |
| Thema | Tanz. – Serie ” Kugeln “ |
Vom Makrokosmos des Sphärengesanges zum kleinen Lied, das im Mikrokosmos alles Seienden wohnt.
Dieser großartige (Schöpfer-)Gedanke, dem Laurazeitlos‚ gleichfalls wunderbarem Kunstwerk innewohnt, hat mich sonderbar berührt und zu ein paar bescheidenen Zeilen inspiriert.
Urheber allem! Wolkenzerteilend steigt deiner Engelchoräle
Donnergesang auf Marmorstufen hernieder. Doch spielst ein
Leichteres du uns auf, so rührst an der Harfe frommer Natur du.
Und in des Morgenreifs Schmelz perlt sich kristallener Ton.
















