Lyrik ~ Klinge
    Versuch einer Dichtung            

1 
 Juni 
 
2018

abgelegt in
Informatik | Schach

 

Erstellung eines Schachbrettes mit Hilfe eines PHP-Programmes unter Zuhilfenahme von HTML-Tags.
Meinen Dank an SoNiice!

Für mich ein Kunstwerk, besticht es doch durch die strukturelle Reinheit und den klaren Gedankengang zur Abbildung mentaler Strukturen.
Sollte ich es einrahmen und in der Wohnung aufhängen?

'; 
            for($ii=0; $ii < 8; $ii++){ 
                echo ''; 
            } 
        echo ''; 
    } 
    ?>
 
 
 
12 
 März 
 
2018


 
The Bard 1778 Benjamin West 1738-1820 Purchased 1974
[1]Benjamin West
Ullin – Fingals Barde
 
Musik
Antonio Vivaldi [2]Gloria II – Et in Terra Pax Hominibus
National Chamber Choir Of Armenia


Ullin spielet die Harfe auf
Alpin leiht den Gesang


 

Alpins Bergeshöhn [3]Alpines Geisteslicht

S i e h ',
wie im ersten Morgenlichte
ausgegossener Losung
an milder Lippen weicher Grate
kristall die Schmelze träuft!

Bläulich entsteiget [4]entwindet
ein W o h l d u f t
dem Enzian blumer Stimme,
und atmet
neigend sein sinnendes Haupt
der Knospe stummen Zauber.

F l a u s c h
ziehn der Worte flaute Wölkchen
an schroffem Hange [5]des Alltags Ungemach vorüber
hinan zum Mooseshügel
trauter Anhöh‘.

L a u s c h ',
wie im milden Gnadenscheine
flutgehauchter [6]frz. flûte, die Flöte betreffend Goldung
im klaren Auge reinen Klanges
sich tau der Firn leis bricht!
Und dann
in seligem Strome Wellenfall
melodisch mir durchs Tal
der weiten Brust nun zieht!

Fürwahr,
ich f ü h l ’s!

→ zu Mnemosynes Geleit
Hephaistos‘ Kunstschmiede

Fußnoten[+]

 
 
24 
 August 
 
2017

abgelegt in
Gedankenschau

 



Wieso sollte Alkohol keine Lösung sein?
Ob Lösung oder Destillat, auf jeden Fall ist Alkohl eine Flüssigkeit!

In Pulverform / Granulat wurde Alkohol noch nie verabreicht!
Wäre mir auch fremd…

Allerdings sollte man es in Maßen und nicht in Massen konsumieren!

 
 
19 
 Mai 
 
2017

abgelegt in
Gedankenschau

 

(Maß)Krug versus Rotweinflasche versus Sektglas?

Bier-Stemmer, Rotwein-Süffler und Sektglas-Swinger sind bekanntlich die drei Lager [1]Gelage unterschiedlicher Genuss-Religionen: Erstere glauben an ein Leben nach dem Rausch, zweitere an ein Leben im Rausch und letztere an gar keinen Rausch.

Die temporäre (Er-)Lösung aller Weltprobleme mit allversöhnlicher Absolution jeglicher Seelenlaster ist allerdings allen dreien gemeinsam.
Und damit sollten auch schlussendlich die Glaubenskriege beigelegt werden.

Fußnoten[+]

 
 
6 
 Juli 
 
2016


 

Lutz Görner lädt uns zu einer literarischen Reise ein

 

Der Rabe (1:23)
Edgar Allan Poe (1799– 1853)
Einst in dunkler Nacht voll Schauer sann ich angefüllt mit Trauer
Über manche lang verschollne Kunde in den Büchern schwer.
Als in Halbschlaf ich gefallen, drang im Traum zu mir ein Schallen,
Von der Türe her ein Hallen, so als klopfte irgendwer.
»Pocht so spät noch irgend jemand?« gähnte ich, »so spät noch – wer?
Ein Besucher, sonst nichts mehr.«

Wenn ich recht erinnre, war es in dem bleichen Rest des Jahres.
Geisternd kam ein sonderbares Flackern vom Kamine her.
Tief ersehnte ich den Morgen, denn umsonst wars, Trost zu borgen
Aus den Büchern für mein Sorgen. Denn mir war das Herz so sehr
Um Lenore, die Geliebte, traurig, bitter, kalt und schwer –
Ach, hier lebt sie nun nicht mehr.

Mutig mich vom Stuhl erhob ich und zurück den Riegel schob ich:
Schreckensvolle Bilder sehend, die kein Mensch gesehn vorher.
Doch es herrschte ungebrochen Schweigen, aus dem Dunkel krochen
Keine Zeichen, und gesprochen ward von mir nur ein Wort – schwer:
Nur: »Lenore?« – und ’Lenore’ scholl das Echo zu mir her –
Dieses Wort nur, sonst nichts mehr.

Ich ging drauf zurück ins Zimmer, doch mein Herz erschrak noch schlimmer,
Weil ich wieder Klopfen hörte, ungestümer als vorher.
»Sollt ich«, sprach ich, »mich nicht irren, hört ichs jetzt vom Fenster klirren.
Oh, ich werde bald entwirren, was des Rätsels Lösung wär.
Still mein Herz, noch eine Weile, dass ich mir das Ding erklär! –
Wind, der pocht und – sonst nichts mehr!«

Hastig stieß ich auf das Fenster. Flatternd kam herein ein ernster,
Stattlich großer, schwarzer Rabe wie aus alten Sagen schwer.
Ohne eines Grußes Zeichen sah ich ihn den Raum durchstreichen.
Würdevoll wie seinesgleichen, flog er durch die Kammer quer
Schnurstracks auf die Pallasbüste über meiner Türe her.
Setzte sich und – sonst nichts mehr.

Doch das würdige Gebaren dieses schwarzen Sonderbaren
Wie er auf der Büste thronte, das erheiterte mich sehr.
»Rabe, schwärzer noch als Mohren, sprich, was hast du hier verloren?
Niemand hat dich herbeschworen aus dem Reich am Nebelmeer.
Tu mir kund, wie heißt du, Stolzer aus der Toten Geisterheer!«
Sprach der Rabe: »Nimmermehr!«

Wie ein Mensch sprach er verständlich – ich erstaunte drob unendlich,
Dass er Antwort mir erteilte, wenn auch klug nicht allzu sehr.
Und ich dachte ganz beklommen: »Hat man jemals es vernommen,
Dass ein Rabe angekommen in der Nacht von ungefähr
Und auf einer Büste thronend, unbeweglich so wie der
Mit dem Namen: Nimmermehr?«

Grübelnd an den Sinn verloren, den dies ’Nimmermehr’ beschworen,
Fühlte ich des finstren Toren Feuerblick im Herzen schwer.
Auf dem samtnen Sofa liegend, dachte ich, nach vorn mich biegend
Und im fahlen Lichte wiegend mit verzehrender Begehr:
»Hier bei mir auf diesen Kissen ruht Lenore nimmermehr,
Nimmer, nimmer, nimmermehr!«

»Ob der Rabe tilgt die Zweifel, mir Prophet oder mir Teufel,
Über Leonore droben, nach der ich mich so verzehr?
Sag! Schließ ich am Sternentore in die Arme einst Lenore?
Ewige Musik im Ohre? Frei von irdischer Beschwer?
Finde ich, die ich verloren, diesen Engel, hell und hehr?«
Sprach der Rabe: »Nimmermehr!«

Und nun war ich wie von Sinnen: »Hebe dich, du Feind, von hinnen,
Satansrabe, voller Tücke, fort ins Reich am Nebelmeer!
Deine Macht will ich dir brechen, deine Lügen, diese frechen,
Wollen mir das Herz zerstechen mit dem Schnabel scharf wie Speer!
Schere dich von meiner Türe! Schwinde ohne Wiederkehr!«
Sprach der Rabe: »Nimmermehr!«

Er bewegt nicht einen Flügel, sitzt dort wie auf einem Hügel
Immer auf der Kammertür, droht mir durch sein Schweigen schwer.
Seine Augen träumen trunken wie Dämonen traumversunken.
Mir zu Füßen hingesunken, zeigt sein Schatten zu mir her,
Meine Seele ist gefangen in dem Raume um mich her.
Wird sie frei sein? – Nimmermehr

 
 
9 
 März 
 
2016

abgelegt in
Gedankenschau

 

wege_finden

Wer nicht will, findet (Ab-)Gründe im Anderen, die meist eine Projektion der eignen Schwächen sind (vgl. Erich Fromm).

Wer will, findet (Geh-)Wege gemeinsamen Miteinanders auf gleichberechtigter Augenhöhe.