Lyrik ~ Klinge
    Versuch einer Dichtung            

9 
 September 
 
2018

Schlagwörter

2

 

DICHTUNG Volker Braun
LESUNG Christian Brückner
BEREITSTELLUNG LYRIK & MUSIK


 

Den Himmel verwildert der Sturm
Voll Wolken grau, das Feld
Ist dunkel am Tag, mein Sinn.

In der gebauten Natur
Geh ich allein, und den Wald schüttelt er
Wie meine Fäuste möchten, die steife Welt!

Einmal lebte ich so, freudig
Mit den Genossen. Gebraucht
Zu ändern Flüsse und Städte allmählich
Und die ich brauchte.

[…]

 
 
24 
 Januar 
 
2016

Schlagwörter

0
 
 
1 
 Januar 
 
2013


 

DICHTUNG Rainer Werner Fassbinder
LESUNG Ulrich Janeztki
BEREITSTELLUNG wortlover


 

Den letzten akt,
den schreibe mit gewalt
wenn dich das grauen packt,
dann wirst du alt

Des seemanns weisheit ist das meer,
der mutter liebstes ist, ihr kind
des feldherrn stolz, sein heer
mein bester freund, der wind

geheimnisvolles brausen, rauschen,
geflüster und getön,
wenn wind mit wind sich küsse tauschen
dann bin ich gut, ist alles schön

der letzte akt
der trauernden gestalt
wenn dich das grauen packt,
dann schreib ihn mit gewalt

 
 
25 
 Dezember 
 
2012


 

ein schauspiel abgewendet, liebend, aber das verständnis fehlt
mord, ein thema, doch immer wieder nur ein thema.
selber eingefangen, verloren, liebe, sehnsucht,
traum vom hang nach oben,
unten irgendwie die liebe, liebe,
hilfe sucht und findet ihr in trauer ewig
heiland, gott.
ein Traum, den zu erfinden man erschaffen wird,
vorbei, das lied des todes
abgefallen, eingebettet in die ebene des unvergänglichen.

 

Dichtung Rainer Werner Fassbinder
Lesung Ulrich Janeztki
Bereitstellung wortlover

 
 
27 
 August 
 
2012


 

Was von der Sonne zu sagen gewesen wäre
Und vom Blitz nicht das einzig richtige
Geschweige denn von der Liebe.

Versuche. Gesuche. Misslungen
Ungenaue Beschreibung

Weggelassen das Morgenrot
Nicht gesprochen vom Sämann
Und nur am Rande vermerkt
Den Hahnenfuß und das Veilchen.

Euch nicht den Rücken gestärkt
Mit ewiger Seligkeit
Den Verfall nicht geleugnet
Und nicht die Verzweiflung

Den Teufel nicht an die Wand
Weil ich nicht an ihn glaube
Gott nicht gelobt
Aber wer bin ich dass

 

Textdichterin Marie Luise Kaschnitz
Lesung Rosel Zech
Bereitstellung wortlover

 
 
27 
 August 
 


 

DICHTUNG Marie Luise Kaschnitz
LESUNG Imogen Kogge
BEREITSTELLUNG wortlover


 

Alle die fortgehen
Durch die Glastür aufs Rollfeld
Durch die Bahnhofssperre
Die sich umdrehen, winken
Deren Blicke zu Boden sinken
Deren Gestalten
Langsam undeutlich werden

Alle sind du.

Du stehst bei mir
Wendest dich ab
Gehst fort
Wirst kleiner und kleiner

Seit wann

Seit dein Tod mir am Halse hing
Mir die Kehle zudrückte
Stehst Du immer wieder bei mir
Wendest dich ab
Gehst fort

Den Bahnsteig entlang
Rollfeldüber
Wirst kleiner und kleiner

Stehst da
Wendest dich ab
Gehst –