Lyrik ~ Klinge
    Versuch einer Dichtung            

20 
 Oktober 
 
2018


 

Die Sternkundlerin Urania

 
MUSIK
Claude Debussy [1]Clair de lune


Götterhimmel

Über den Dächern der Welt, Weitschauende, schwingt sich auf leichtem
Himmelssteig kühner dein Blick, schmiegt zum Gestirn sich empor,
wölbt sich die Kuppel kreisenden Alls zu harmonischem Chor
und klangerhaben tönt deines Monds silbernes Haupt.
→ zu Mnemosynes Geleit
Pygmalions Werkstatt

Fußnoten   [ + ]

 
 
27 
 Januar 
 
2017


 

Es ist besser als Traumwandler des Nachts auf den Dächern zu gehen und nach einem fernen Stern zu greifen, lieber als mit beiden Beinen auf der Erde zu stehen und ewig sicher zu sein.

Es ist möglich, den Illusionen und Träumen, die in unserem Herzen liegen, nach der Weise der Künstler mehr Realität zuzusprechen als der Dauer-Dreinrede.

Eugen Drewermann

 
 
2 
 Januar 
 
2013

abgelegt in
Mühsam, Erich
Schlagwörter

0

 

Endlos gereckt, von Lampen bleich bewacht,
Die gilbenden gepfählten Schädeln gleichen,
Wächst einsam eine Straße in die Nacht.
Es stelzen Schatten. Meine Angst sieht Leichen,
Wie sie geräuschlos von den Dächern schrecken
Und hinter Riesenbäuchen sich verstecken,
Aus Hausfassaden wächsern aufgebläht.
Das Licht spritzt auf den Asphalt weiße Lachen.
Der Himmel gähnt mit bleiern grauem Rachen,
Aus dem ein Zahn bedrohlich niederspäht…
Die Füße fliehen ihrem eigenen Stampfen
Das Haar steigt auf. Die kalten Augen dampfen.

 

Dichtung Erich Mühsam
Lesung Ulrich Janeztki
Bereitstellung wortlover