Lyrik ~ Klinge
    Versuch einer Dichtung            

25 
 Februar 
 
2019
Nyx 


 

Nyx [1]William Adolphe Bouguereau - Nyxhttps://www.lyrik-klinge.de/wp-content/uploads/William-Adolphe_Bouguereau_-Nyx.jpg 300w" sizes="(max-width: 231px) 100vw, 231px" />
5. Okt 2018
,
die Göttin der Nacht

 

MUSIK
Wojciech Kilar [2]Twilight Cellos

Mondnacht

Nacht deckt schon
mit schattendem Saum
dämmer Gewandung
die weithin erstreckenden Täler.

Doch du, abendlich Milde,
entschäumest auf dunklere Flur
deiner mondenen Wange
lichttrunk’nen Kelch.

Mählich hebt sich vereinzelt
der nachtflor’ne Schleier
und ruhende Schöne
erglänzet als silberner Streif. [3] erglänzt im silbernen Flor

 

ine rizomi
ine palmu
vestaĵo noktema ombro
 
inu sepalo
tuŝi
inu rizomu vangejo
 
en stiluna
en palmuna
formege montema
vestaĵo aperti
gazemi !

 

 

→ zu Mnemosynes Geleit
Der Schreibgriffel des Blitzes
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14 
 Oktober 
 
2018


 

 

Musik
Blumenduett [1] Léo Delibes – Lakmé – Quelle: TourneeOper Mannheim

Nyx und Aurora

Nachtsterne sprossend
erblühet dein Ätherblick,
dunkelhäuptige Nyx,
liebwallend wolken Locken
der Schultern Gebirge.

Und du, Erwachende,
Priesterin des ersten Lichtes,
bereitest im heiligen Dienst
den Himmelsaltar noch keucher Lippen,
nun zu empfangen
des brennenden Kusses
Opfergezweige.

 

inu rizome
okuloj stelemo lumi
 
inu rizomo
nuboj noktema kuŝanti
inu rizomi
 
inu rizomu
altaremo ĉasta
altaremo flamigi !

 

 

→ zu Mnemosynes Geleit
Der Schreibgriffel des Blitzes
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Fußnoten[+]

 
 
13 
 Oktober 
 
2018

Schlagwörter

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DICHTUNG Georg Trakl
LESUNG Ulrich Matthes
BEREITSTELLUNG LYRIK & MUSIK


 

Der dunkle Herbst kehrt ein voll Frucht und Fülle,
Vergilbter Glanz von schönen Sommertagen.
Ein reines Blau tritt aus verfallener Hülle;
Der Flug der Vögel tönt von alten Sagen.
Gekeltert ist der Wein, die milde Stille
Erfüllt von leiser Antwort dunkler Fragen.

Und hier und dort ein Kreuz auf ödem Hügel;
Im roten Wald verliert sich eine Herde.
Die Wolke wandert übern Weiherspiegel;
Es ruht des Landmanns ruhige Gebärde.
Sehr leise rührt des Abends blauer Flügel
Ein Dach von dürrem Stroh, die schwarze Erde.

Bald nisten Sterne in des Müden Brauen;
In kühle Stuben kehrt ein still Bescheiden
Und Engel treten leise aus den blauen
Augen der Liebenden, die sanfter leiden.
Es rauscht das Rohr; anfällt ein knöchern Grauen,
Wenn schwarz der Tau tropft von den kahlen Weiden.

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