Lyrik ~ Klinge
Versuch einer Dichtung          

11 
 September 
 
2017

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Gedankenschau

 

„Alles wandelt sich, nichts geht verloren“

Land-Art, Steinkreis-Mandala von Katie Griesar [1]„Everything changes, nothing is lost“ (2014) by land artist Katie Griesar

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19 
 Mai 
 
2017

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Gedankenschau

 

Ich weiß, dass ich auf viele Menschen eine anstrengende Gegenwart ausübe.
So sei es, meine Gedichte sind sicherlich auch anstrengend.

Manchmal köpfschüttelnd, zuweilen auch abwinkend, meinte meine Mutter schon desöfteren, ich müssse eben zu meinem Naturell und meinen Texten das passende weibliche Pedant als geneigten Hörer finden.

Ich möchte keiner Frau mehr diese Anstrengung zumuten und daher alleine bleiben, nicht weil ich es will, sondern weil ich es muss.
Denn zu gefallen um des Gefallenwillens ist für mich wiederum sehr anstrengend.

 
 
7 
 Februar 
 
2017

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Gedankenschau

 

Es gibt keine Probleme, sondern nur Herausforderungen!

Dummer bis saudummer Gedankenansatz und für mich von der praktikablen Verwertbarkeit mittlerweile so etwas von unnütz.

Denn sicherlich gibt es keine Probleme, sondern nur Herausforderungen, aber andererseits sind es oft gerade diese Herausforderungen, denen man nicht gewachsen ist und dies wird dann wiederum zum Problem.
Die (Problem-)Lösung wird also rekursiv wiederum ausgehebelt.

Mitunter positiv formulierter gibt es daher in einem guten Team (Beziehung oder von mir aus auch im Kollegenkreis) KEINE Probleme, SONDERN Fragestellungen.
Probleme sind diffuser, amorpher Natur, Fragestellungen indessen lassen sich klarer FORMulieren, eingrenzen.

Fragestellungen (Kinderwunsch von sozialer/biologischer Natur/Verhütung, Verdiensteinkünfte, häusliche Organisation (Eigenheim, Mietwohnung), …), die im befriedigenden Konsens aller Beteiligten beantwortet werden sollen, sich demnach auf alle Involvierten be-ziehen (Beziehung!) und eben keine Fragestellungen sind, die von einzelnen Personen nur für sich beantwortet („gelöst“) werden.
Unter Wahrung individueller Freiräume geht es in einer Beziehung nicht um das „Ich“ oder das „Du“, sondern um das „Wir“.

Fragestellungen[1]Das Wort Quest (deutsch „Suche, Suchmission“, englisch quest, eingedeutschter Plural „Quests“, aus dem altfranzösischen queste, aus dem lateinischen quaestio „Forschung, Frage“ bzw. quaerere „fragen, suchen“) wird es immer geben, aber das Suchverhalten nach einer allbefriedigenden Anwort macht die Qualität einer zwischenmenschlichen „Konstellation“ aus und ist für mich vielleicht der Gelingengsfaktor schlechthin.

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