Lyrik ~ Klinge
    Versuch einer Dichtung            

3 
 Oktober 
 
2018

Schlagwörter

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1.) Generell greifen die Nachsilben des Esperanto/Ido:

  • -o → Substantiv (Singular)
  • -oj → Substantiv (Plural)
  • -i → Verb (Infinitiv)
  • -u → Verb (Imperativ)
  • -a → Adjektiv
  • -e → Adverb
  • -et → Verkleinerung / Verfeinerung
  • -eg → Vergrößerung / Vergröberung

 

2.) Folgende Schlüsselwörter markieren immer eine Körperregion:

  • sepala → Hand / Fuß
  • stila → Unterarm / Unterschenkel
  • palma → Oberarm / Unterarm
  • rizoma → Kopf / Rumpf
  • -in → weiblich
  • -ul → männlich
  • -un → Oberkörper
  • -en → Unterkörper

 

3.) Wörter mit der Endung -s sind „selbstdefiniert“.
Es gibt hierbei keine festen Termini, sondern lediglich zentrale Begriffe und deren verschiedenen Aspekte:

  • -as → Aspekt ‚Erde‘ (zentraler Begriff)
  • -is → Aspekt ‚Metall‘ (9-Uhr-Position)
  • -os → Aspekt ‚Holz‘ (3-Uhr-Position)
  • -us → Aspekt ‚Wasser‘ (12-Uhr-Position)
  • -es → Aspekt ‚Feuer‘ (6-Uhr-Position)
 
 
5 
 September 
 
2018

abgelegt in
Gedankenschau
Schlagwörter

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Du liegst gar nicht so falsch mit der Annahme, dass Wasser im Norden liegt, wenn Du die 5 Elemente als Grundlage nimmst wie es der Daoismus lehrt. Die 4 Elemente entstammen der klassischen Elementenlehre (griechischer Philosoph Empedokles).
Ich persönlich tendiere momentan zur 5-Elementenlehre: Norden (Wasser), Süden (Feuer), Westen (Metall), Osten (Holz) und Mittelpunkt (Erde).

 
 
6 
 August 
 
2018

abgelegt in
Mythologie | Pantheismus

 

MUSIK Falkenstein
BEREITSTELLUNG Test Elektroservice



Die große Göttin

Sag, wer bist du, wunderbare
hohe heilige Götterfrau.
Die im Schmuck der goldnen Haare
wandelt durch den deutschen Gau?

Viele Namen hör ich nennen,
anders stets nach Ort und Frist.
Doch es ahnen, die dich kennen,
dass du stets die Selbe bist.

Magst du Flockenberge türmen,
Winterschutz der jungen Saat.
Mag in Herbst- und Frühlingsstürmen
durch die Lüfte gehn dein Pfad.

Oder ob der goldne Wagen
leicht dich trägt von Haus zu Haus.
Immer, wo dir Herzen schlagen,
streust du vollen Segen aus.

Bald als Berchta mit dem Rocken
gehst du um zur Winterzeit.
Und verwirrst die vollen Wocken
und belohnst die fleissige Meid.

Bald als Holda-Rockenmuhme
streifst du heimlich durchs Gefild.
Und es neigt sich Blatt und Blume,
und des Kornfelds Ãhre schwillt.

Wieder dann auf heiligen Hainen
fährst als Nerthus du durchs Land.
Und es kündet dein Erscheinen
Glück und Frieden jedem Stand.

Eisen schläft, die Waffen schweigen,
und gestorben ist das Weh.
Froh darfst du zum Bade steigen
im geheimnisvollen See.

Oft auch tief im Waldesschatten
hat man weinend dich erblickt.
Wie einst Freya ihrem Gatten
goldne Tränen nachgeschickt.

Bist du Freya, die den Frohen
Freude bringt trotz eigner Qual?
Bist du gar des höchsten Hohen,
bist du Wodans Lichtgemahl?

Lodert frommen Herdbrands Feuer
doch auch dir in heilger Glut.
Und wie jener ist dir teuer
junger Ehe köstlich Gut.

Oder muss ich tiefer dringen
bis zu Hel durch Gruft und Grab?
Steigst du, Leben zu erzwingen,
gar zur Totenwelt hinab?

Denn dort ruhen die Ungeborenen,
wartend, dass du sie befreist..
Wie du auch den Frühverlorenen
dort zurück die Pfade weist.

Und so knüpfen deine Hände
der Vollendung grossen Ring:
Tod und Leben, Anfang, Ende,
alles kommt auf deinen Wink.

Heilige Göttin, vielgestaltig
wandelst du auf deutschem Grund.
Und im Wirken mannigfaltig
wird uns deine Gottheit kund.

Wer du sein magst, Frigga, holde,
zählst du Hellias Reiche zu:
Mir, im Haar von lichtem Golde
bist Allmutter Erde du.

Sei gesegnet, Mutter Erde,
die uns alle rief zum Licht.
Die in Not uns und Beschwerde
Frucht und Blütenkränze flicht.

Sei gesegnet, Mutter Erde,
die uns wieder lind umfängt.
Bis das grosse Frühlings werde
einst des Helreichs Pforten sprengt.