Lyrik ~ Klinge
    Versuch einer Dichtung            

12 
 April 
 
2019


 


Luna Noctiluca [1]Leuchterin der Nacht

 

MUSIK
Wiegala [2] Ilse Weber

Die Anhöhen Roms

Vom erhab’nen Gefilde, [3] Mons Aventinus
der Silberhügel Geschwisterpaar,
schmiegt sich hangabwärts
der Sinnlichkeit Pfad,
den Mondlicht gewiesenen,
hinan zur heiligen Stätte
marmorner Schultern. [4] mons Palatinus

Und zu der Andacht stillen Feier [5]stillem Lager
wehet von Ost
aus wallendem Gezweige [6] mons Esquilinus
der Ulmen dunkle Wiegensang.

 

ine palmu
altaĵo arĝenta
 
ine rizomo
vojeto trankvilla
 
ine rizomi
sanktejo marmora
 
inu rizomo
vento odora
kanto enigma

 

 

→ zu Mnemosynes Geleit
Der Schreibgriffel des Blitzes

Fußnoten   [ + ]

 
 
4 
 August 
 
2017

abgelegt in
Mnemosynes Geleit | Vorwelt

 

Morpheus und Iris [1]Pierre Narcisse Guérin, 1811

 
Musik
Robert Schumann [2]Kinderszenen, Op. 15 – Nr. 7 – Quelle: www.archive.org
Des Traums holde Phantome

Ist denn die Wirklichkeit nicht erdacht,
schlicht ersponnen,
eine Dichtung unseres Geistes,
die aus dem Reiz trüber Sinne sich nährt
und in kühnen Deutungen die Welt uns erschließt?

Zweifelsfrei ist die Traumwelt,
die Heimstatt hehrer Ideen,
ersonnen,
eine Elegie der Phantasie
und wahrhaft stolzes Rankgewächs,
das als Zartspross
aus des Alltags Niederwuchs
munter sich enttrotzte
zu reiferer Blüte.

Beide Sphären,
die der Wirklichkeit
als auch des Traumes,
sind daher gleichen Ursprungs,
dem der Dichtung.

Und wie ein Geschwisterpaar
reichen Erscheinung und Traumbild
sich treu die Hände,
vereinigen sich wie zwei Flüsse es tun:
Rauschend’ Verlangen
mit strömendem Eifer hinstrebend
und einend still sich ergeben
sodann ins unendliche Meer
menschlicher Deutung.

Traumwelt IST daher Wirklichkeit,
eins ins eins vermengt.

Nahe dich ihnen,
des Traums holden Phantomen,
den treu dich Empfangenden!

Schließe ihr Bild
in den Busen still ein
und bilde getreu
nach ihren Gesetzen
das Irdische!
→ zu Mnemosynes Geleit
Vorwort

Fußnoten   [ + ]

 
 
1 
 August 
 
2017

abgelegt in
Gedankenschau

 

Quelle: Vnicornis (Copyright)
Aus: „Pakal – Auf den Spuren eines Blutherrschers | Neunter Teil“

Der Künstler Valentino lässt Formen und Farben sprechen, unterlegt diese Komposition darüber hinaus noch ausschmückend mit prosaischer Tiefenwirkung.

Ein Besuch seines Blogs Vnicornis lädt zum Verweilen ein und lässt weitere Kleinode entdecken.