Lyrik ~ Klinge
    Versuch einer Dichtung            

3 
 Dezember 
 
2017


 

DICHTER Hermann Hesse
REZITATION Ulrich Gebauer


 

Wenn der Schnee auf Wald und Garten fällt,
Ist es nur ein leichtes Ruhedach,
Unter dem ermüdet diese Welt
Eine Weile schläft. Bald wird sie wach.

Wenn der Tod mir Blut und Glieder stillt,
Sprecht mit Lächeln euer Trauerwort!
Still in Trümmer sinkt ein flüchtig Bild;
Was ich bin und war, lebt fort und fort.

 
 
19 
 November 
 
2017

Schlagwörter

0

 

Sonett XXVII.

Ich eil’ ins Bett, ermüdet von Beschwer,
Zur holden Ruhstatt weitgereister Glieder;
Doch auf den Weg macht sich das Haupt nunmehr,
Wach wird die Seele, sinkt der Leib darnieder.

Denn jetzo suchen die Gedanken dich,
Aus welcher Fern’ auf frommer Pilgerschaft;
Weit offen halten Augenlider sich,
Ich blick im Dunkel, wie ein Blinder gafft.

Nur meines Geistes Aug’ einbildsamlich
Stellt dein Phantom unsehenden Augen dar:
Dort hängt’s in Nächten ein Juwel für mich,
Verklärt das alte Dunkel wunderbar.

Sieh, wie am Tag den Leib, nachts das Gemüt,
Um dich und mich, ersehnte Ruhe flieht!

 
 
15 
 November 
 
2017


 

Die Hand Gottes


 
Musik
Wolfgang Amadeus Mozart [1]Mozart: Don Giovanni: Ouvertüre (Auszug) – Quelle: www.archive.org

Widerstreit der Elemente

aus: „Die Metamorphosen“ [2]„Die Metamorphosen“ von Ovid


Diesen Zwist hat ein Gott und die höhere Ordnung geschieden:

 
Welt der Erscheinung

 


 


 

Welt der Ideen

require 'ostruct'
# OpenStructure - offener Datentyp

GOTT = OpenStruct.new
# 'GOTT' (Naturprinzip) als konstanter Variablentyp


# Funktionen
class Bildschirm
 
  def Bildschirm.leeren
    system ('clear')
  end

  def Bildschirm.zeige (zeichen)
    require 'pp'  # pretty print
    pp zeichen
  end
   
end


# Grundstruktur = Array [0..4] of { Hash }
#
# => [ {...} ],     -> Aspekt #0 / zentrale Idee
#    [ {...} ],     -> Aspekt #1 / Ausprägungen
#    [ {...} ],     -> Aspekt #2 / Ausprägungen
#    [ {...} ],     -> Aspekt #3 / Ausprägungen
#    [ {...} ]      -> Aspekt #4 / Ausprägungen

Aspekt = []   # leeres Datenfeld

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    :Element => 'Holz',
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Bildschirm.leeren

#
# Gesamtdarstellung
#

Bildschirm.zeige Aspekt
# Inhalt des Datenfelds 'Aspekt'

#
# Abfragen
#

Bildschirm.zeige ( Aspekt[0] [:Farbe] )
# Farbe des Elements 'Erde'

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# Farbe des Elements 'Wasser'

Bildschirm.zeige ( Aspekt[2] [:Element] )
# Name des 2. Aspektes

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# Form des Elements 'Holz'

Bildschirm.zeige ( Aspekt[4] [:Form] )
# Form des 4. Aspektes

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 {:Aspekt=>4, :Element=>"Metall", :Farbe=>"grau", :Form=>"Kuppel"}]

"gelb"
"blau"
"Feuer"
"Zylinder"
"Kuppel"

Denn vom Himmel schnitt er die Lande, vom Lande die Wogen,
trennte das flüchtige Himmelblau vom trägen Gewölke.
Und sobald sie entfaltet, gelöst aus der sinnlosen Häufung
band er gesondert sie an ihre Orte in Eintracht und Frieden.

Feurige Macht in des Himmels leicht geschwungenem Bogen
leuchtete auf und wählte den Sitz im Scheitel der Rundung.
Luft ist eng dem Himmel verwandt an Leichte und Nähe.

Dichter als beide zog Erde sodann den gröberen Stoff an,
schwerbedrängt von der Eigenlast. Der flüssige Kreisstrom
nahm den Rand in Beschlag und umschlang das gegründete Weltrund.

Hieß dann sich breiten die Meere und schwellen mit reißenden Stürmen
ließ es die Küsten umströmen, von denen die Länder umschlossen;
gab noch die Quellen hinzu, die endlosen Seen und Teiche,

fesselte reißende Flüsse in steile Wände und Schlingen,
bis je nach Ort verschieden die einen die Erde selbst auftrinkt
während die andren das Meer erreichen, statt an enge Ufer
in die Weite nun frei sich verströmend an Küsten pulsieren.
Hieß auch die Felder sich dehnen, die Täler sich senken, die Wälder
grünen mit frischem Laub, die Felsengebirge sich heben.

Fußnoten   [ + ]