Lyrik ~ Klinge
    Versuch einer Dichtung            

3 
 Oktober 
 
2018


 

Amor im Liebesgarten




MUSIK
Romeo und Julia [1]zum Hörspiel

Des Liebesgottes
Offenbarungsstätten

Damenflügel (oben)
-in-u
Königsflügel (oben)
-ul-u

WASSER

METALL

HOLZ

FEUER

E
R
D
E

FEUER

HOLZ

METALL

WASSER

-u

-i

-o

-e

-a

-e

-o

-i

-u

[2]
Die Hand
un sepal-a

inu sepala
ulu sepala

[3]
Der Unterarm
un stil-a

inu stila
ulu stila

[4]
Der Oberarm
un palm-a

inu palma
ulu palma

[5]
Der Kopf
un rizom-a

inu rizoma
ulu rizoma

[6]
Der Rumpf
en rizom-a

ine rizoma
ule rizoma

[7]
Der Oberschenkel
en palm-a

ine palma
ule palma

[8]
Der Unterschenkel
en stil-a

ine stila
ule stila

[9]
Der Fuß
en sepal-a

ine sepala
ule sepala

-u

-i

-o

-e

-a

-e

-o

-i

-u

WASSER

METALL

HOLZ

FEUER

E
R
D
E

FEUER

HOLZ

METALL

WASSER

Damenflügel (unten)
-in-e
Königsflügel (unten)
-ul-e

 

 

Zwei der Geschosse entnimmt er [Amor]
dem pfeilumschließenden Köcher:

Ungleichartig an Kraft. Eins scheucht, eins wecket die Liebe.
Welches sie weckt, ist golden und glänzt mit spitziger Schärfe;
Welches sie scheucht, ist stumpf, und Blei ist unter dem Rohre.

aus: »Die Metamorphosen«

 

Der Köcher Amors

weibliche Aspekte
-et
goldene Pfeile
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Köcher

männliche Aspekte
-eg
bleierne Pfeile
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WASSER

METALL

HOLZ

FEUER

ERDE

FEUER

HOLZ

METALL

WASSER

-us

-is

-os

-es

-as

-es

-os

-is

-us

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»

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→ zu Mnemosynes Geleit
Das Positionsspiel

Fußnoten   [ + ]

 
 
22 
 März 
 
2018

Schlagwörter

0

 

 
Mnemosynes Geleit

Streifzüge eines Gedankenvagabunden

 
Zwiespalt des göttlichen Wahnsinns
Friedrich Hölderlin
[1]Mündlichen Überlieferungen zufolge, dass Ernst Zimmer, bei dem der an Schizophrenie erkränkte Hölderlin in Pflege gegeben wurde, die Aufzeichnungen Hölderlins aus den Jahren des „Tübinger Turms“ in großen Mengen post mortem vernichtet haben soll. Etwa fünfzig Gedichte aus den späteren Jahren im Tübinger Turm sind überliefert. Sicher ist, dass dadurch von den zahlreichen Gedichten, die in der ersten Zeit im Tübinger Turm entstanden sind, die meisten verloren gingen. „[…] In ...weiter lesen

 
Aus den Aufzeichnungen
eines göttlich Wahnsinnigen


 


Vorwelt
 



⚘  Orpheus‘ Gesänge (Traum und Wirklichkeit)

Morpheus‘ Schoß
Elysions Friedensgrund

Eherne Welt
Demeters Dunkelpfade

☼  II. Apollons Günstlinge (Ideenwelt vs. Skulpturen)

Hephaistos‘ Kunstschmiede
Artefakte göttlicher Macht

Pygmalions Werkstatt
Die Modellierung des Unfassbaren

🍂  III. Ares‘ Siegeszüge (dynamisch vs. statisch)

Caissas Liebesgeschenke
Ares‘ Eroberungskünste

Skulpturen des Adamas
Naturen des menschlichen Geistes

❄  IV. Minervas Vermächtnis (Geist vs. Abbild)

Die Elemente
Das Alphabet des Geistes

Das Positionsspiel
Sprachen des Geistes

Fußnoten   [ + ]

 
 
30 
 Juli 
 
2017


 

Scherenschnitt (bearbeitet)
Margarete Schreiber[1]Foto: Margarete Schreiber. In: „Das Himmelsvolk“ von Waldemar Bonsels

 
Orpheus‘ Trauer
» Doch starrend vor Schmutz an dem Ufer
saß er sieben der Tag‘
und verschmähte die Gabe der Ceres « [2]aus: „Die Metamorphosen“ von Ovid


 
Musik
Ludwig van Beethoven [3]Klavierkonzert Nr. 8, Pathétique


[ Bemerkung zum Text ] [4] Ich distanziere mich explit zu Bezügen aus meinem privaten Umfeld, die rein zufällig wären und der Text darüberhinaus dem Jahre 1999(?) entstammt. Lediglich die Verortung im Gedichtezyklus „Mnemosynes Geleit“ war angedacht.

 
Klage des Orpheus‘

 
Scheidend winkt
des Liebeszaubers milder Flammenblick,
entsagend, letzten Loderschlag.
 
Das Lampenöl ist aufgezehrt,
entsendet matten Trauerflor
als träges Rauchgeschleier
mit schwerer Flügelschwinge.
 
Und mit ihm flieht das kühne Hoffen
entschwelgt, erkühlter Brust.
 
* * *
 
Der stumme Sterbensgruß
haucht eises Herzensregen,
raut Stimme und den samt’gen Blick,
schallt jenen trauten Heimatruf,
der einst mit holder Himmelsmacht
im Taumel regen Busens
des Herzens Säulen wanken ließ.
 
* * *
 
Wo einst der Liebe Treueschwur
auf keucher Lippe glühte,
der Wange Rosenbeet erblühte,
obsiegt nun äschern Schattenwurf,
drang Wollust sich ins Liebesreich
und Flammen der wilden Begierde
entweihten jäh mit lohem Steppenbrand
der Wangen heil’ge Erde.
 
* * *
 
Gewiss, auch dich, Eros,
du mildbeflammter Seelenwächter,
entwaffnet rege Frevelhand der Mächtigen [5]die Parzen,
entreisst den sich’ren Schaft
der ölgetränkten Fackel dir
und tauchet sie in Lethes [6]Lethe ist ein Fluss der Unterwelt Leidensstrom
mit kraller Bärenpranke nieder.
 
* * *
 
Oh heilige Liebesbande,
deines festen Griffes Treugeleit
entglitt mir schon auf halbem Wege.
 
Denn gleich des Kometen verglühenden Glanzes
als silberner Himmelsstreif flüchtiger Schöne
und Spielball der sphärischen Mächte,
so wandelt sich hier nun im Trauertal
der Liebenden tröstlicher Abendstern
grell niederfallend zu Erdenstaub,
als Streu des launischen Windes.
→ zu Mnemosynes Geleit
Eherne Welt

Fußnoten   [ + ]